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Die Allgemeinen Geschäftbedingungen wurden durch die Deutsche Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet!

Auszug aus der Jurybegründung:

„Amelie Befeldt erzählt in ihrem Kurzfilm auf vielen Bedeutungsebenen, ohne dass er je überladen oder konstruiert wirkt. Ein Thema ist die schwierige Situation von Kleinbauern in Zeiten der zunehmenden Industrialisierung und Digitalisierung in der Landwirtschaft. Der Bauer Fritz hat Schwierigkeiten damit, seinen Betrieb an die sich schnell wechselnden Bedingungen des Agrarmarktes anzupassen. Die junge Filmemacherin ist seine Tochter und versucht mit dem Online-Verkauf von Stock-Footage-Videoclips vom Hof eine weitere Verdienstquelle für den kleinen Betrieb aufzubauen. […] Für realistische Bilder vom Alltag auf dem Hof besteht kaum Nachfrage. Eines von ihnen wird wegen „fehlendem ästhetischem und kommerziellem Anspruch“ nicht einmal in die Datenbank aufgenommen. Erfolgreicher sind Videos, die möglichst kurios sind wie jenes von einem Tannenbaum im Kuhstall.“

 

„So wird hier auch davon erzählt, wie immer mehr Lebensräume kommerzialisiert werden, und wie über das Recht am eigenen Bild verhandelt wird. […] Die Jury war begeistert davon, wie klar und unaufgeregt Amelie Befeldt von dieser komplexen Situation erzählt. Dies gelingt ihr, indem sie ihre eigene, entscheidende Rolle an dem, was der Film zeigt, deutlich macht, ohne sich dabei in den Mittelpunkt zu stellen. So ist ihr Film schließlich auch ein mit großer Zärtlichkeit gedrehtes Familienporträt. Und da der Film ein Gefühl für die Absurditäten der Situation hat, ist er auch komisch. Amelie Befeldt ist mit DIE ALLGEMEINEN GESCHÄFTSBEDINGUNGEN ein ungewöhnlicher, komplexer, unterhaltsamer und gesellschaftskritischer Debütfilm gelungen, der einstimmig mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ beurteilt wurde.“